Samstag, 05.12.2020 15:26 Uhr

Tattoos im Trend

Verantwortlicher Autor: Prof. Dr. Sandra Schlegel/Heinz Gögler Neuburg, 30.07.2020, 16:25 Uhr
Presse-Ressort von: Prof. Dr. Sandra Schlegel, MBA, akad. IM Bericht 4632x gelesen
Institut europ. Tattoo-Gutachter (IETG)
Institut europ. Tattoo-Gutachter (IETG)  Bild: Pixabay.com

Neuburg [ENA] Der Trend zu Tätowierungen nimmt weiter zu. Schon 2017 war bereits rund jeder 5. Bundesbürger tätowiert, was eine Studie der Uni Leipzig ergab. Und die wachsende Anzahl der neu eröffnenden Tattoo-Studios in Deutschland bestätigt diesen Aufwärts-Trend.

Nur leider nehmen dabei auch die Fälle von schlecht gestochenen Tätowierungen zu. Und immer mehr landen diese als Streitfall vor Gericht. Im Interview gab mir Prof. Jo Schlegel, PhD, DBA, LL.M, der stv. Institutsleiter des IETG, Auskunft über Unterschiede in der Qualität, Art und Ausführung von Tattoos. Auf meine Frage hin, warum die Klagen im Bereich Tätowierungen so stark ansteigen, erläuterte er, dass der Beruf des Tätowierers in Deutschland nicht reglementiert ist und es keine offizielle Ausbildung gibt. Daher könne jeder mit Gewerbeschein dem Berufsstand nachgehen.

Was wiederum bedeutet, dass viele professionelle Tätowierer, die sich jahrelang selbst in professionellen Studios das Wissen und Können angeeignet haben, nun konfrontiert werden mit Personen, die sich im Zeitalter des WWW relativ simpel ein günstiges Starterset kaufen können und einfach drauf loslegen. Doch wie müsste hier vorgegangen werden? Diese Frage beantwortete Herr Professor Schlegel damit, dass staatlicherseits der Berufsstand reglementiert und nur unter bestimmten Auflagen und Voraussetzungen Zugang zu dem Beruf des Tätowierers gewährt werden sollte. So wie in fast jedem Beruf, der die Reglementierung erfährt und dadurch der Qualitätsstandard angehoben wird, würde dies auch in dieser Branche stattfinden.

Notwendig wäre die Vermittlung von Wissen um Hygienemaßnahmen, Tätowiermittelverordnung, Arbeitsplatzvorbereitung, evtl. Kunst und Tätowiertechniken, Grundkenntnisse der Dermatologie, Pflege usw. Man darf schließlich nicht vergessen, dass der Kunde als Laie seinem Tätowierer vollkommen vertrauen muss. Herr Professor Schlegel gab aber weiter an, dass auch der Kunde bei der Pflege des frisch gestochenen Tattoos viel falsch machen kann, was das Erscheinungsbild der Tätowierung negativ beeinflusse. Die Klassiker unter den begangenen Fehlern seien zu häufiges und zu dickes Eincremen und zu viel Feuchtigkeit und UV-Strahlung etc.

Und was bietet das IETG an? Kurz gesagt: Das IETG befasst sich hauptsächlich mit der Begutachtung von Tätowierungen, Piercings, Permanent Make-Up und Laserbehandlungen von Tätowierungen, aber auch Mediation gehört zum Leistungsspektrum. Das Institut ist tätig für Gerichte, Rechtsanwälte, Privatpersonen und Tattoo- und Kosmetik-Studios. Genauere Informationen können auf der Homepage des IETG unter www.tattoo-gutachter.de entnommen werden.

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Photos und Events Photos und Events Photos und Events
Info.